Im September 2009 haben wir uns mit dem Wohnmobil auf den Weg in den Triglav National Park in Slowenien gemacht.

 

Sonntag, 13. September 2009

Am Sonntag Mittag sind Basti und ich nach Slowenien aufgebrochen .. ganz anders als sonst ohne 15-kg-Rucksack, sondern mit einem „schnuckeligen“ Wohnmobil.

Die Fahrt mit dem Riesengefährt dauerte von Regensburg aus ca. 8 Stunden, denn wir hatten bei unseren Überlegungen zwar die Kilometer, jedoch nicht die Höhenmeter bedacht und mussten feststellen, dass wir in Slowenien über 2 Pässe mussten, den Wurzenpass (ca. 1000 m) und den Vrsic-Pass (ca. 1600 m).

Von dort oben konnte man wunderbar die Julischen Alpen betrachten. In Bovec landeten wir im Kamp Vodenca, die Rezeption schließt dort um 8 Uhr, dies sollte man bei der Anreise berücksichtigen. Es handelt sich um einen netten Campingplatz, der hauptsächlich von Kajakfahrern frequentiert ist und für den wir ca. 20 Euro pro Nacht gezahlt haben.

 

Im Schatten der Julischen Alpen auf dem Vrsic-Pass

Im Schatten der Julischen Alpen auf dem Vrsic-Pass

Der Campingplatz liegt mit zwei weiteren Plätzen ca. 2 km auswärts von Bovec, in Bovec selbst befindet sich noch ein kleiner, günstigerer Campingplatz. In Bovec selbst findet man alles, was man für das Leben braucht.

Montag, 14. September 2009

Immer noch viel Regen! So sind wir entlang dem bekanntesten Wildwasserfluss Sloweniens, der Soca, bis zu einer engen Schlucht gelaufen, wo ein Kajakfreak tatsächlich durchgefahren ist. Der Fluss hatte viel mehr Wasser als sonst und war anstatt wie üblich kristallblau eher grau.  Unterwegs sind uns unglaublich vielen Feuersalamandern begegnet, die wohl die Nässe aus ihren Verstecken lockte. An den Campingplätzen bekommt man schöne Prospekte über Wanderwege und Kajakschulen. Slowenien ist ein Paradies für Naturfreunde und Abenteuerlustige!

 

Dienstag, 15. September 2009

Fahrradtour bei Sonnenschein. Wir sind zuerst über Stock und Stein zu einem wohl relativ unbekannten Wasserfall (Slap Virje) geradelt, dabei haben die Höhenmeter uns schnell zum Schieben gezwungen. Endlich angekommen konnten wir den wunderschönen Wasserfall bewundern, von etwa 50 Meter Höhe ist das kristallklare Wasser heruntergefallen.

Der riesige Wasserfall Boca

Der riesige Wasserfall Boca

Richtige Fahrradwege finden sich im Nationalpark nicht, allerdings gibt es einige verkehrsarme Straßen und Wege, die sich für Radtouren eignen. Von dem kleineren Wasserfall aus erreichten wir recht schnell den „Slap Boca“, einen riesigen Wasserfall, welcher als Touristenattraktion angepriesen wird und wirklich sehenswert ist, da er eine Höhe von über 100 Meter hat.

An diesem Tag fuhren wir noch weiter nach Kobarid zum Campingplatz. Auch dort ist der Campingplatz ca. einen Kilometer vom Dorf entfernt, liegt dafür jedoch direkt oberhalb des Flusses Soca, sodass man sein Zelt direkt an den Klippen aufstellen kann.

Der Campingplatz hatte eine nette kleine Kneipe. Kobarid hat Supermärkte, Restaurants, Kajaktouranbieter, eine Bibliothek mit kostenlosem Internet und eine Bank.

Mittwoch, 16. September 2009

Es regnete immer noch, so haben wir uns entschlossen zur ca. 10 Kilometer entfernten Tolminka Klamm zu fahren und uns die Schlucht anzuschauen. Dort angekommen mussten wir zunächst 2,40 € Eintritt zahlen, als kleinen Obulus, damit die Wege in der Schlucht gepflegt werden können. Es gab außerdem jede Menge Tipps von der netten Frau im Eintrittshäuschen und die Erlaubnis, dass wir mit Taschenlampen ausgestattet, die für Besucher eigentlich nicht zugängliche Höhle besichtigen können. Ein schöner Prospekt zeigt sehr anschaulich die Wege durch die Schlucht. Das Highlight war unsere Mini-Höhlenexkursion. Der Eingang war ziemlich rutschig und etwas steil. Sehr schnell war man, wie die Frau es uns beschrieben hatte, im ersten Saal, von dort führte ein dunkles Loch weiter in verzweigten Höhlengänge. Weiter gingen wir dann auch nicht, denn es war stockdunkel und etwas unheimlich. In dem Saal gab es winzige Ansätze von Tropfsteinen und skurrile Steingebilde.

Höhlenexkursion in der Tolminka Klamm

Höhlenexkursion in der Tolminka Klamm

Auf dem Gipfel des Kozjak

Auf dem Gipfel des Kozjak

 

Donnerstag, 17. September 2009

Wetterbesserung. Mit dem Wohnmobil haben wir uns auf den Weg (ca. 7 km) nach Dreznica gemacht, der Ausgangspunkt für unsere Wanderung auf den Kozjak. Dort haben wir Schilder mit absolut falscher Zeitangabe vorgefunden, diese war vielleicht der Rekord des Spitzenläufers des slowenischen Alpenvereins…..

Der Weg war schön und am Anfang recht flach. Vor einer Hütte haben wir gemütlich Brotzeit gemacht und  dann die letzten Höhenmeter zum Gipfel angepackt. Den Tourenvorschlag hatten wir aus …, worin sich noch weitere schöne Routenbeschreibung für Slowenien befinden.

Freitag, 18. September 2009

Vor der Abfahrt haben wir einen Ausflug zum Slap Kozjak (Wasserfall in einer Grotte) unternommen, vom Campingplatz sind es etwa 30 Minuten zu Fuß (nicht 20 Min., wie auf dem Schild angegeben), auf jeden Fall lohnenswert.

Slap Kozjak

Slap Kozjak

Nachmittags machten wir uns auf den Weg nach Ukanc am Bohinij See. Der Weg dahin war nicht weit (max. 50 km), aber schmal, sehr steil (von 200 m hoch auf 1200 m und wieder runter auf 500 m) und mit vielen Schlaglöcher. Nach 2 Stunden sind wir endlich in Bohinij Bistrica angekommen, dort haben wir ein Eis gelutscht, waren kostenlos im Internet und haben jede Menge Essen eingekauft. Ohne weitere Höhenmeter sind wir die restlichen zehn Kilometer nach Ukanc am Bohinij See gefahren. Der Campingplatz in Ukanc ist sehr groß und zur Ferienzeit scheinbar häufig sehr voll, die Sanitäranlagen haben die besten Tage hinter sich, aber ansonsten liegt er herrlich direkt am See und hat einige Lagerfeuerplätze. In Ukanc selbst gibt es zwei oder drei Restaurants (teilweise Hotelrestaurants), zum Einkaufen muss man in das ca. fünf Kilometer entfernte Ribec Laz, dort gibt es in der Touristinfo auch kostenlosen Internetzugang und jede Menge Informationen.

Samstag, 19. September 2009

Es gibt einen schönen 13 km langen Rundweg um den See, den wir an diesem sonnigen Tag beschritten haben. Der See ist sehr klar und hat extrem viele Fische. In den Restaurants rund um den See kann man sich die leckere Bohinij Forelle schmecken lassen.

Sonntag, 20. September 2009

Die Sieben-Seen-Hütte

Die Sieben-Seen-Hütte

Die Besteigung des Triglav, dem höchsten Berg Sloweniens, ist ein Highlight bei Einheimischen und Aktivtouristen. Der Auf- und Abstieg dauert zwei bis drei Tage. Wir wollten jedoch das Wohnmobil nicht alleine stehen lassen und haben uns für eine Tagestour auf die Sieben-Seen-Hütte, die auf dem Weg zum Triglavgipfel liegt, entschieden. Natürlich bei Sonnenschein! Wir wurden kurz aufgehalten, da an diesem Tag in Ukanc Almabtrieb und Viehmarkt war, der Menschmassen nach zu urteilen ein Riesenevent, dass auch 3 Euro Eintritt kostete. Das Festgelände schloss einen Teil unseres Wanderweges ein, welches wir ohne Eintritt jedoch nicht betreten durften, ein Besucher hat uns dann einen anderen Weg erklärt. Bald kamen wir auch an einem Wasserfall vorbei, der Eintritt kostete. Wir hatten uns schon im Tal entschieden, diesen nicht zu besichtigen, da jemand bereits auf eine Hinweistafel „3 € SHAME!“ gekritzelt hatte ;-) .

An einem schönen blauen Gebirgssee haben wir Mittagspause gemacht, von da an ging es zum Glück relativ flach weiter.

Nach fünf Stunden Aufstieg sind wir bei der Sieben-Seen-Hütte auf 1600 m angekommen, die Hütte ist bewirtet und bietet Schlafmöglichkeiten. Die Preise dort oben waren äußerst fair. Nach dem Aufstieg wird man mit einem Ausblick auf zwei Gebirgsseen belohnt.

Wasser gibt’s während der Wanderung in Hülle und Fülle aus kleinen Bächen.

Der Abstieg dauerte 3,5 Stunden, wir kamen recht langsam voran, da die Strecke stückweise sehr gefährlich war.

Der kristallklare Bohinij See

Der kristallklare Bohinij See

Montag, 21. September 2009

Mit dem Fahrrad fuhren wir nach Ribec Laz, um doch noch Kanu zu fahren. Im Internet haben wir uns über den Fluss, der durch den Ort fließt, informiert und haben festgestellt, dass es keine allzu großen Schwierigkeiten geben sollte. So haben wir uns ein „Sit-on-top-Kanu“ (Plastikkorpus mit Löchern drin) bei Alpin Sport gemietet und dann ging es los.

Wer keine Erfahrungen mit Kanufahren hat, sollte zur Sicherheit erst mal auf dem See paddeln gehen oder unter Anleitung den Fluss befahren.

Die Kanufahrt war ziemlich lustig, es gab einige Stromschnellen und wir hatten bald den Trick raus, damit es uns nicht ständig dreht.

Nach drei Stunden waren wir leider schon am vereinbarten Ziel und haben den Mann angerufen, welcher uns abholen sollte. Nach einer knappen viertel Stunde kam er und hat uns zurück nach Ribcev Laz gebracht.

Lustige Kanutour

Lustige Kanutour

Hier gibts unsere GPS Daten von Slowenien zum Download.

Download [Mapsourcedatei]